Veranstaltung zur Gesundheitsversorgung in Waren

Datum des Artikels 20.02.2026

CDU und MIT diskutieren Zukunft der Gesundheitsversorgung

Die CDU Waren/Seenlandschaft hat gemeinsam mit der MIT Mecklenburgische Seenplatte zu einer Veranstaltung zur Zukunft der Gesundheitsversorgung eingeladen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen auf Bundes- und Landesebene sowie deren Auswirkungen auf die Krankenhausstruktur und die Versorgung im ländlichen Raum.

Mit einem „Bericht aus Berlin“ informierte Simone Borchardt, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Deutschen Bundestag, über zentrale Reformvorhaben. Sie stellte Maßnahmen zur Entlastung der Ärzteschaft, gesetzliche Initiativen sowie die geplante Krankenhausreform vor. Ziel sei eine qualitativ hochwertige Versorgung mit moderner Ausstattung, gleichzeitig müsse die medizinische Infrastruktur auch außerhalb der Ballungsräume gesichert bleiben. Für die Weiterentwicklung unserer Krankenhauslandschaft stellt der Bund rund 29 Millarden Euro aus dem Transformationsfonds bereit. Mit Besorgnis blickte Borchardt auf die zunehmende Zahl von Apothekenschließungen v.a. im ländlichen Raum, die auf strukturelle Gründe im Gesundheitssystem zurückzuführen sind. Apotheken sind jedoch ein niedrigschwelliges Angebot der Gesundheitsversorgung und müssten als Ergänzung zur ärtzlichen Versorgung erhalten bleiben.

Im „Bericht aus Schwerin“ ging die Generalsekretärin der CDU Mecklenburg-Vorpommern und Landtagsabgeordnete Katy Hoffmeister auf die Situation in unserem Bundesland ein. Sie kritisierte insbesondere die aus ihrer Sicht unzureichende finanzielle Ausstattung im Landeskrankenhausgesetz sowie die offenen Fragen zur Zukunft der Krankenhausstandorte. Die Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung bleibe eine zentrale Herausforderung. Ein weiteres wichtiges Thema für die CDU-Fraktion im Land ist der doppelte demographische Wandel: steigende Behandlungsbedarfe (durch eine älter werdende Bevölkerung) bei sinkenden Arztzahlen. Hoffmeister verwies in diesem Zusammenhang auf die Vorschläge der CDU zur Ausweitung der Landarztquote sowie zur Erhöhung der Medizinstudienplätze an den Universitäten im Land.

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass viele Krankenhäuser wirtschaftlich unter Druck stehen und verlässliche Rahmenbedingungen für ihren Fortbestand entscheidend sind.

Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung einer nachhaltigen Gesundheitspolitik.

Auch strukturelle Fragen wie die Weiterentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung, die Rolle der Kassenärztlichen Vereinigung sowie die Finanzierung bestimmter Sozialleistungen wurden im Rahmen der Diskussion angesprochen.